Bootsunglück vor Libyen: Über 120 Schutzsuchende sind im Mittelmeer ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Im Mittelmeer nordöstlich der libyschen Stadt Tripolis hat sich ein Schiffsunglück ereignet. Mindestens 120 Schutzsuchende sind dabei ertrunken. Die Hilfsorganisation SOS Mediterranee macht den zuständigen Behörden schwere Vorwürfe, weil niemand den Geflüchteten zu Hilfe gekommen war. Bereits am Mittwoch hatten Hilfsorganisationen die Behörden in Libyen informiert. Es reagierte jedoch niemand darauf. Nach stundenlanger Suche traf schließlich das Rettungsschiff „Ocean Viking“ an der Unglücksstelle ein. Es konnten jedoch keine Überlebenden mehr gefunden werden, sondern lediglich das gekenterte Schlauchboot. Flugzeuge der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex überflogen das Gebiet – in dem in den letzten Tagen mindestens drei Boote in Seenot geraten sind – ohne einen Alarm auszulösen.

In der vergangenen Woche waren bei einem Schiffsunglück vor Tunesien mindestens 41 Schutzsuchende ums Leben gekommen.

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