Nach Tod des Afroamerikaners Daunte Wright: Polizeichef und Polizistin sind zurückgetreten

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Im US-Bundesstaat Minnesota ist in Brooklyn Center während eines Polizeieinsatzes der junge Afroamerikaner Daunte Wright ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft wirft der verantwortlichen Polizistin Totschlag zweiten Grades vor. Ihr drohen bei einer Verurteilung zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe. Die angeklagte Polizistin hat am Dienstag ihre Kündigung eigereicht. Der zuständige Polizeichef hat angekündigt zurückzutreten.

Die Polizeibeamtin hatte am Sonntag während einer Verkehrskontrolle auf den 20-jährigen Wright geschossen. Sie soll irrtümlich anstelle eines Elektroschockers (Taser) ihre Pistole genutzt haben.

Seit dem Vorfall kommt es im Bundesstaat Minnesota erneut zu schweren Protesten und Ausschreitungen. Trotz geltender Ausgangssperre demonstrieren zahlreiche Menschen gegen Polizeigewalt. Am Dienstagabend hatten sich hunderte Menschen vor der örtlichen Polizeistation versammelt und eine unabhängige Untersuchung im Fall des getöteten 20-jährigen Daunte Wright gefordert. Aufgebrachte Demonstranten warfen zum Einbruch der Dunkelheit Steine und Flaschen in Richtung der Polizeibeamten. Die Polizei ging mit Blendgranaten und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Die Nationalgarde befand sich neben der Polizei ebenfalls im Einsatz. Dutzende Menschen wurden verhaftet. Auch am Mittwoch gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Es werden weitere Ausschreitungen befürchtet.

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