Nach Tod von George Floyd: Prozess gegen Polizisten beginnt

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

In den USA hat am Montag das Verfahren gegen den weißen Polizisten begonnen, der vor zehn Monaten auf dem Hals von George Floyd kniete, bis dieser starb. Die letzten Worte im Leben von Floyd waren: „Ich kann nicht atmen.“ Ein Video der letzten Minuten von George Floyd zeigt, dass Augenzeugen dem Polizisten zu riefen: „Lass seinen Hals, er atmet nicht mehr.“ Währenddessen kniet der Angeklagte Polizist weiter auf seinem Hals. Der Angeklagte kniete insgesamt rund acht Minuten auf dem Hals von George Floyd. Am Montag begann der Prozess gegen den Polizisten. Ihm wird Mordes zweiten Grades vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm im US-Bundesstaat Minnesota bis zu 40 Jahre Haft. Zum Prozessbeginn knieten Freunde und Anwälte der Floyd-Familie für acht Minuten und 46 Sekunden vor dem Gerichtsgebäude nieder. Die Länge entspricht exakt der Dauer, während der angeklagte Ex-Polizist sein Knie in den Nacken von George Floyd drückte.

Floyd bat vor seinem Tod insgesamt 27 Mal um Hilfe. Unter den Augenzeugen befand sich eine Sanitäterin. Sie wurde vom angeklagten Polizisten daran gehindert zu helfen. Die Stadt Minneapolis hat sich mit der Familie von George Floyd kürzlich auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 27 Millionen US-Dollar geeinigt. Das laufende strafrechtliche Verfahren bleibt davon unberührt. Das laufende Hauptverfahren wird rund vier Wochen dauern.

Nach der Veröffentlichung des Video von der Tötung des unbewaffneten George Floyd kam es in den USA wochenlang zu schweren Massenprotesten gegen Polizeigewalt.

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