Nach Militärputsch in Myanmar: Mindestens 18 Menschen starben bei Protesten

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Sonntag war der bisher blutigste Protesttag in Myanmar. Mindestens 18 Menschen sind UN-Angaben zufolge bei den landesweiten Protesten getötet worden. Das Militär soll die Menschen gezielt erschossen haben. Augenzeugenberichten zufolge geht das Militär immer brutaler gegen Demonstranten vor. In der größten Stadt des Landes, in Yangon, schoss das Militär auf die Menge. Das Militär ging zunächst mit Blendgranaten, Tränengas und Schüssen in die Luft gegen die Demonstranten vor. Auch Gummigeschosse wurden eingesetzt. In der Stadt Myitkyina ist ein Reporter von Polizisten geschlagen und verhaftet worden, als er dabei war die gewaltsamen Übergriffe auf die Demonstranten zu dokumentieren. Menschenrechtler kritisierten das Vorgehen des Militärregimes scharf.

Vor knapp vier Wochen gab es in Myanmar einen Militärputsch gegen die Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahlen im November klar gewonnen. Nach dem Putsch erklärte das Militär die Parlamentswahlen für ungültig und übernahm die Führung des Landes. Seit dem kommt es zu Massenprotesten und Zusammenstößen mit der Polizei. Die Demonstranten fordern die Freilassung der inhaftierten Regierungschefin und die Wiedereinsetzung der gewählten Regierung. 

Der UN-Botschafter in Myanmar hatte die Weltgemeinschaft am Freitag um Hilfe gebeten. Am Samstag wurde er in Myanmar als Botschafter entlassen. Er hat das Land betrogen und seine Macht als Botschafter missbraucht, urteilte das Militärregime. Die Vereinten Nationen erkennen die neue Militärführung nicht an. 

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