Gebrochene Impfstoff-Versprechen: EU droht Produzenten mit Exportverbot

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Der Impfstoffhersteller AstraZeneca liefert deutlich weniger Impfstoff als es von der EU vorgesehen war. Europa ist finanziell in Vorleistung getreten und sprach am Montag eine Drohung aus. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen telefonierte mit dem Chef des Pharmaherstellers. Dabei wurde deutlich gemacht, dass von AstraZeneca exakt die Lieferungen erwartet werden, die vertraglich vereinbart wurden. Von der Leyen machte den Chef des Pharamunternehms darauf aufmerksam, dass Europa eine hohe dreistellige Millionensumme in den Impfstoff investiert hat, der zur Zeit noch gar nicht zugelassen ist. Am vergangenen Freitag teilte der Impfstoffhersteller mit, dass nur weniger als die Hälfte der vertraglich vereinbarten Dosen geliefert werden kann.

Auch der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech kündigte an im ersten Quartal 2021 weniger Impfstoff liefern zu können, als es im Vorfeld vereinbart wurde. Aus diesem Grund wurde vorgeschlagen, dass Exporte von Corona-Impfstoffen aus der EU in andere Drittstaaten vor der Ausfuhr genehmigt werden müssen. Mit Hilfe dieser Maßnahme soll ersichtlich werden, welcher Hersteller welche Mengen Impfstoff an Drittländer ausliefert.

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