Corona-Pandemie in Deutschland: RKI und Kanzleramt halten weitere Verschärfung des Lockdowns für notwendig

Symbolfoto: © Christian Daum | pixelio.de

Die Corona-Pandemie bleibt hartnäckig und Deutschland befindet sich nach Angaben des Gesundheitsministers, Jens Spahn, in der schwersten Phase. Am Donnerstag meldete das Robert-Koch Institut (RKI) 1.244 Todesfälle in den vergangenen 24-Stunden. Dabei handelt es sich um einen neuen Höchststand. Die Anzahl an Neuinfektionen betrug 25.164. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bundesweit bei 151 je 100.000 Einwohner. Ziel des Lockdown ist es einen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu erreichen. Dann könnten auch die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung leisten. Unklar ist auch, wie sich die als infektiöser geltende Virus-Mutation in Deutschland verbreitet. Angesichts der weiterhin hohen Infektionszahlen- und Todeszahlen rät der RKI-Chef zu weiteren Verschärfungen der geltenden „zu weichen“ Maßnahmen. Die Mobilität in Deutschland sei noch immer zu groß. Er rät zu einem vollständigen Lockdown. Die Verschärfungen sollen mindestens den ganzen Februar lang gelten. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sagte, dass zu wenig Home-Office ein Grund für die hohen Zahlen sein könnte. Er sprach sich für eine Pflicht zum Home-Office und gegen Präsenz am Arbeitsplatz aus.

Bundeskanzlerin Merkel zieht den Corona-Krisengipfel vor. Der Gipfel soll nun bereits am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder stattfinden. Die Kanzlerin will den Lockdown offenbar massiv verschärfen. Unter anderem ist der Vorstoß aus Bayern zum bundesweiten Tragen einer FFP2-Maske im Gespräch. Die Kanzlerin dementierte, dass über die vorübergehende Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs in Deutschland nachgedacht wird. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Der Präsident des RKI ist zuversichtlich, dass wir die Corona-Pandemie bis Ende des Jahres kontrollieren werden. Die derzeit hohen Zahlen begründete er damit, dass die Menschen noch nicht genug täten um die Zahlen herunterzubringen. Bis dahin stehen genügend Impfdosen zur Verfügung. Damit eine Herdenimmunität eintritt müssen sich mindestens 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen.

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