Thüringen: „Ich merke, dass bei uns die Hütte brennt“, sagt Ministerpräsident Ramelow

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

Der thüringische Ministerpräsident Ramelow beschrieb die Corona-Situation am Montag mit drastischen Worten. Er sagte: „Ich merke, dass bei uns die Hütte brennt.“ Das war auch ein Appell gegen Forderungen nach Lockerungen. In Thüringen wurde inzwischen die Inzidenzgrenze von 300 Neuinfektionen je 100.00 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Ramelow forderte von der Wirtschaft alles zu unterlassen, was zurzeit nicht unbedingt notwendig sei. Er hat einen vollständigen Wirtschaftsstandort-Lockdown vorgeschlagen. Dieser Vorschlag stieß unter anderem bei der CDU auf Kritik. Die Union lehnt einen Total-Lockdown der Wirtschaft ab.

Für April sind in Thüringen eigentlich Landtagswahlen geplant. Ob diese planmäßig ablaufen können ist angesichts der hohen Infektionszahlen unklar. Ramelow sagte, dass bei den Landtagswahlen 30.000 Wahlhelfer:innen vor Corona-Infektionen geschützt werden müssen. Aus diesem Grund regt der Ministerpräsident eine Verschiebung der Landtagswahlen an.

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