Gericht in London urteilt: Julian Assange wird nicht an USA ausgeliefert – Mexiko bietet Asyl an

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf nicht an die USA ausgeliefert werden. Das hat am Montag ein Gericht in London entschieden. Als Grund nannte das Gericht die Haftbedingungen die den 49-Jährigen in den USA erwarten würden. Ihm würde Isolationshaft drohen. Die US-Regierung zeigte sich enttäuscht und will gegen das Urteil in Berufung gehen. Mexiko hat Assange unterdessen politisches Asyl angeboten und hofft, dass er aus dem Gefängnis entlassen wird. Assange ist seit inzwischen eineinhalb Jahren im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in London eingesperrt. Familienmitglieder sorgen sich schon seit Längerem um den gesundheitlichen und psychischen Zustand des WikiLeaks-Gründers. In den USA wird Assange der Spionage verdächtigt, weil er vor zehn Jahren über die Enthüllungsplattform WikiLeaks zahlreiche vertrauliche Dokumente des US-Militärs veröffentlichte, in denen Kriegsverbrechen in Afghanistan und im Irak aufgedeckt wurden. Im Falle einer Verurteilung würden ihm in den USA bis zu 175 Jahre Haft drohen. Menschenrechtsorganisationen warnten, dass Assange in den USA kein faires Verfahren bekommen würde. 2012 hatte Ecuador dem WikiLeaks-Gründer politisches Asyl in der Botschaft in London gegeben. Dort verbrachte Assange sieben Jahre. 2019 zog Ecuador sein Asylangebot zurück, sodass er verhaftet wurde.

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