Trier: Auto rast in Fußgängerzone – mindestens fünf Tote, darunter ein Baby

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Am Dienstagnachmittag ist ein 51-jähriger Mann mit seinem Geländewagen in die Trierer Fußgängerzone gerast. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Tatverdächtige gegen 13.45 Uhr aus Richtung Basilika kommend über den Hauptmarkt in Richtung Porta Nigra. Das Fahrzeug erfasste mehrere Passanten. Nach derzeitigem Stand starben fünf Menschen, 14 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Todesopfern befinden sich eine 25-jährige Frau aus Trier, ein 45-jähriger Mann aus Trier, ein neun Monate altes Baby, eine 52-jährige und eine 73-jährige Frau aus Trier. Mehrere weitere Menschen teils schwer verletzt.

Nach sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen wurde der Fahrer bereits vier Minuten nach Eingang des ersten Notrufs im Bereich der Christophstraße von Einsatzkräften der Polizei gestoppt und festgenommen. Bei der Festnahme leistete der Beschuldigte erheblichen Widerstand und musste von Einsatzkräften überwältigt werden. 

Der 51-jährige Täter, der in Trier geboren ist, wurde verhaftet. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen Mordes in fünf Fällen eingeleitet. Er hatte seit Tagen keinen festen Wohnsitz und hat die letzte Zeit in seinem Fahrzeug verbracht. Der Mann stand unter Alkoholeinfluss und soll gezielt Zickzacklinien gefahren sein, um den Menschen Leid zuzufügen. Der Atemalkoholtest ergab 1,4 Promille. Am Dienstagabend wurde er vernommen. Über das Motiv der Tat liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Der Tatverdächtige ist in der Vergangenheit noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Hinweise auf einen politisch motivierten Hintergrund liegen nach den bisherigen Erkenntnissen nicht vor. 
Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht nicht mehr.

Der Oberbürgermeister von Trier, Wolfram Leibe, sagte in einer Pressekonferenz am Dienstagabend, dass es der schwärzeste Tag für Trier seit dem zweiten Weltkrieg ist.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*