Räumung im Dannenröder Forst eskaliert: Polizisten werden mit Zwillen beschossen – junge Frau bei Sturz schwer verletzt

Symbolfoto: © Alfred Borchard | pixelio.de

Bei der Räumung des Dannenröder Forsts haben sich mehrere Zwischenfälle ereignet. Eine 20-jährige Aktivistin, die sich im Protestcamp befand, stürzte aus vier Metern Höhe auf den Boden und verletzte sich schwer. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft bestätigte, dass ein 40-jähriger Polizist das Tripod-Seil bewusst durchtrennt hat. Bei einem Tripod handelt es sich um ein dreibeiniges Konstrukt, in dessen Spitze sich Personen auf kleinen Plattformen aufhalten. Es soll sich um eine Fehleinschätzung des Polizisten gehandelt haben, der in 30 Meter Entfernung zu der jungen Frau das Seil durchtrennte. Die 20-Jährige befindet sich im Krankenhaus und wurde stationär aufgenommen. Gegen den Beamten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Amt eingeleitet. Bisher gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Hinweise darauf, dass der Polizist das Seil vorsätzlich durchgeschnitten hat.

Am Montagnachmittag wurden unterdessen Polizeibeamte im nördlichen Bereich des Waldes angegriffen. Es wurde Pyrotechnik angezündet und es soll mit Zwillen auf die Beamten geschossen worden sein. Die Aktivisten selbst haben zu den Vorwürfen noch keine Stellung bezogen.

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