Corona-Pandemie: Anhaltend hohe Infektionszahlen – Merkel will keine Zusage für Öffnung der Gastronomie im Dezember geben

Symbolfoto: © Christian Daum | pixelio.de

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 21.866 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden. Seit dem Beginn der Pandemie zählt das RKI 727.553 nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Virus. Aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen will Bundeskanzlerin Merkel zurzeit keine Zusage für eine Gastronomie-Öffnung im Dezember geben. Zunächst müssen die Zahlen sinken, bevor die Politik neue Entscheidungen treffen kann, sagte sie. Die Bundeskanzlerin verwies darauf, dass die höchste Priorität sei die Anzahl an Neuinfektionen je 100.000 Einwohner auf einen Wert von 50 Fällen, für einen Zeitraum von sieben Tagen, abzusenken. Die Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Deutschland beträgt derzeit 138,1 Fälle je 100.000 Einwohner. Der Chef des RKI teilte unterdessen mit, dass sich die Situation in den nächsten Wochen verschärfen wird und damit zu rechnen sei, dass Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Das deutsche Gastgewerbe warnte unterdessen vor einer Schließung von Restaurants und Kneipen über den November hinaus. Der Dezember ist ein sehr wichtiger Monat für den Branchenverband Dehoga. Im letzten Jahr wurden im Dezember acht Milliarden Euro in der Gastronomie umgesetzt.

Am kommenden Montag wollen Bund und Länder eine Zwischenbilanz der Corona-Maßnahmen ziehen, die die Schließung der Gastronomie und der Kultur- und Freizeiteinrichtungen beinhaltet. Die Maßnahmen gelten für den ganzen November. Mehrere Ministerpräsidenten warnten bereits, dass es für Lockerungen noch zu früh sei.

Auffällig ist in diesen Tagen auch, dass das Infektionsgesehen in Schulen vermehrt auftritt (wir berichteten). Hier müssen Hygienekonzepte verbessert und schnellstmöglich umgesetzt werden.

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