CDU: Führungsfrage wird in das neue Jahr vertagt

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

Am Montag wurde bekannt, dass die CDU in diesem Jahr die ungeklärte Führungsfrage nicht mehr beantworten wird und diese mit ins Wahljahr 2021 nimmt. Der geplante Parteitag Anfang Dezember wird abgesagt und damit auch die Machtfrage nach 2021 vertagt. Der derzeitigen Noch-Chefin Annegret Kramp-Karrrenbauer blieb keine andere Wahl, als das für Dezember geplante Treffen abzusagen. Pandemie und Präsenzparteitage sind nicht miteinander zu vereinbaren.

Friedrich Merz gemein innerhalb der CDU große Sympathien. Umfragen sehen ihn im parteiinternen Rennen auf Platz eins. Er meldete sich nach der Verschiebung zu Wort und fühlt sich offenbar um den Sieg gebracht. Er sagte, das es durchaus Alternativen zur Absage gegeben hätte. Merz glaubt, dass sich die Entscheidung gegen ihn richtet. Die Idee eines virtuellen Treffens wurde von der Parteispitze verworfen. Ein Präsenzparteitag wurde favorisiert. Dieser kann jedoch zur Zeit mit 1.0001 Delegierten während der Pandemie nur schwer abgehalten werden. Merz hingegen sagte, dass die Verschiebung nicht mit dem Coronavirus zu rechtfertigen sei. Er glaubt viel mehr, dass es Teile in der CDU gibt, die verhindern wollen, dass er neuer CDU-Vorsitzender wird. Kramp-Karrenbauer kritisierte die Aussagen von Merz. Der CDU drohen unruhige Wochen.

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