Corona-Pandemie: Nachbarländer bitten um medizinische Hilfe

Symbolfoto: © Christian Daum | pixelio.de

In mehreren europäischen Nachbarländern sind die Intensivstationen teils schon mit beatmeten Patienten überlastet. Erste Patienten wurden beispielsweise aus den Niederlanden nach Deutschland geflogen. In den Niederlanden verschärft sich die Situation. Inzwischen ist fast jedes zweite Bett mit einem Covid-19-Patienten belegt. Die Belastungsgrenzen in den teils stark überlaufenen Krankenhäusern wurden erreicht. In den Niederlanden zählen die Ansteckungszahlen zu den höchsten in Europa.

Bereits auf dem Höhepunkt der ersten Welle wurde Deutschland aufgrund der einigermaßen stabilen Lage um Unterstützung gebeten. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen haben angeboten weitere Corona-Erkrankte aus den Niederlanden aufzunehmen.

In Belgien spitzt sich die Lage unterdessen ebenfalls zu. Nach Tschechien ist Belgien derzeit das Land mit den meisten Corona-Neuinfektionen. Am Freitagmorgen schrieb der belgische Epidemiologe Gilbert auf Twitter, dass es eine Minute vor zwölf ist und sich jeder Bürger an die Maßnahmen halten soll. Wenn die täglichen Neuinfektionen in Belgien fortlaufend ansteigen, würden im November die Intensivstationen in neun von zehn Provinzen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Aktuell infizieren sich in Belgien täglich etwa 10.000 Menschen mit dem neuartigen Corona-Virus – Tendenz steigend . Im Vergleich zu der Einwohnerzahl in Deutschland wären das bei uns 140.000 Neuinfektionen pro Tag.
Nicht unbedingt notwendige Operationen werden in Belgien verschoben, um Krankenhausplätze freizuhalten.

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