Anschlag in der Türkei: Mindestens 30 Tote –– IS im Verdacht

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In der Türkei hat sich der schwerste Terroranschlag seit mehr als zwei Jahren ereignet. Offiziellen Angaben zufolge wurden mindestens 30 Menschen getötet und mehr als 100 weitere zum Teil schwer verletzt. 20 Verletzte schwebten nach Angaben des Gouverneurs in Lebensgefahr. Politiker und Sicherheitsexperten sehen die Terroristen des Islamischen Staats (IS) hinter dem Anschlag. Der Täter ist zur Stunde noch nicht obduziert. Der Sprengsatz detonierte im Garten eines Kulturzentrums an der türkisch-syrischen Grenze in der türkischen Grenzstadt Suruc. In Suruc befindet sich eines der größten Flüchtlingslager für Syrer, die vor den Kämpfen in ihrem Land geflohen sind. Nach der Explosion war im Garten des Kulturzentrums ein Feuer ausgebrochen. Das Camp wurde im Januar eröffnet und bietet seit dem rund 35.000 Flüchtlingen eine Unterkunft. Sollte sich herausstellen, dass der Anschlag auf das Konto der IS-Terroristen geht, dann handelt es sich um den ersten Anschlag der Jihadistenmiliz in der Türkei. Der Anschlag richtete sich gegen das Anti-IS-Treffen. Zu dem Treffen hatten sich 300 linksgerichtete und prokurdische Teilnehmer versammelt. Sie wollten sich über den Wiederaufbau der syrischen Grenzstadt Kobane austauschen.

Die amerikansiche Regierung verurteilte den Anschlag scharf. Regierungssprecher Josh Earnest sagte, dass es sich um eine abscheuliche Tat handelt. Russlands Präsident Putin sprach von einem barbarischen Akt und forderte in diesem Zusammenhang die Weltgemeinschaft zu mehr Zusammenarbeit im Kampf gegen den Extremismus auf. Der Westen warf der Türkei auch vor die Grenze nicht genügend zu beschützen.

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