Frankreich: Zehntausende erinnern an ermordeten Geschichtslehrer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In mehreren französischen Städten wie Paris, Lyon, Marseille und Nizza haben zehntausende Menschen an den ermordeten Geschichtslehrer erinnert. Um 15 Uhr klatschten die Menschen minutenlang auf dem Place de la République in Paris um den 47-jährigen Lehrer zu gedenken, der Opfer eines islamistischen Terroranschlags geworden ist. Trotz der Corona-Pandemie herrschte auf den Plätzen dichtes Gedränge. Aufgrund der stark gestiegenen Anzahl an Neuinfektionen gilt in der französischen Hauptstadt die höchste Warnstufe. Versammlungen von mehr als 1.000 Menschen sind verboten – die Kundgebung am Sonntag wurde aber dennoch genehmigt.

Frankreichs Premierminister Castex sagte im Rahmen der Kundgebung: „Ihr werdet uns nicht spalten.“ Zu den Demonstrationen für Meinungsfreiheit hatten zuvor mehrere Parteien, Verbände und Gewerkschaften in Paris und weitere Städten aufgerufen.

Am kommenden Mittwoch ist eine nationale Gedenkfeier zu Ehren des ermordeten französischen Geschichtslehrers angekündigt. Der 47-Jährige wurde in Conflans-Sainte-Honorine am Freitagnachmittag auf offener Straße und unmittelbar vor einer Schule angegriffen und enthauptet. Der Lehrer soll seinen Schülern zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt haben. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass dem Angriff Drohungen gegen den betroffenen Lehrer und die Schule vorausgegangen waren.

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