Nach Blockade von Umweltschützern: Schwerer Verkehrsunfall auf der A3

Symbolfoto: © burntimes

Die Proteste gegen den Ausbau der Autobahn 49 in Hessen dauern an. Am Dienstag blockierten Aktivisten die Autobahn 3 bei Idstein. Mehrere Umweltaktivisten hatten sich von einer Autobahnbrücke abgeseilt und Transparente mit Sätzen wie „Fahrradstraßen statt Autos“ ausgerollt. Die Autobahnpolizei sparte den betroffenen Abschnitt und alarmierte Spezialeinsatzkräfte hinzu. Diese sorgten dafür, dass die Umweltaktivisten die Brücke verließen. Neun von ihnen wurden festgenommen.

Während der polizeilichen Maßnahmen bildete sich ein Rückstau auf der A3. Ein Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf einen LKW auf. Der 29-jährige Autofahrer wurde im Auto eingeklemmt und schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Rettungskräfte mussten sich auf der Anfahrt zur Unfallstelle durch den Verkehr kämpfen, weil keine Rettungsgasse gebildet worden war. Die Länge des Staus betrug zeitweilig 14 Kilometer. Der Protest an der Autobahnbrücke steht im Zusammenhang mit dem Widerstand gegen die Rodung im Herrenwald und im Dannenröder Forst. Dort sollen für den Bau der Autobahn 49 Bäume gefällt werden. Seit dem 1. Oktober haben die Rodungsarbeiten begonnen (wir berichteten). Der hessische Innenminister Beth sagte nach dem Verkehrsunfall: „Protest, der Menschenleben gefährdet, hat keinerlei Legitimation.“

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