Vor Hamburger Synagoge: Jüdischer Student wurde mit Klappspaten angegriffen und erheblich verletzt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

In Hamburg wurde am Sonntagnachmittag ein 26-jähriger jüdischer Student vor einer Hamburger Synagoge mit einem Klappspaten angegriffen und schwer verletzt. Der Täter schlug dem Mann auf den Kopf, als dieser gerade das Gelände der Synagoge betreten wollte. Der Stundet wurde schwer verletzt, schwer nach Angaben der Polizei aber nicht in Lebensgefahr. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur soll der Täter einen Zettel mit einem Hakenkreuz in der Hosentasche gehabt haben. Die Polizei teilte mit, dass der 29-jährige Täter festgenommen werden konnte und bundeswehrähnliche Kleidung trug.

Das Landeskriminalamt hat zusammen mit dem Staatsschutz Ermittlungen eingeleitet. Die Besucher in der Synagoge wurden nach der Tat in Sicherheit gebracht. Bundesaußenminister Heiko Maas sprach auf Twitter von widerlichem Antisemitismus.

Die Tat in Hamburg ereignete sich kurz vor dem Jahrestag des Anschlags auf die Synagoge in Halle. Der Anschlag in Halle (Saale) am 9. Oktober 2019 war der Versuch eines Massenmordes an Juden an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag. Der Rechtsextremist Stephan B. versuchte, in die Synagoge im Paulusviertel einzudringen, um dort versammelte Personen zu töten. Nachdem ihm dies auch mit Waffengewalt nicht gelungen war, erschoss er vor dem Gebäude eine Passantin und kurz darauf den Gast eines Döner-Imbisses. Auf seiner Flucht verletzte er zwei Personen durch Schüsse und wurde schließlich von zwei Polizeibeamten festgenommen (wir berichteten). 

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