Nach Brand im griechischen Lager Moria: 139 Schutzsuchende erreichen Deutschland

Symbolfoto: © Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft (IESM) | pixelio.de

Nach dem Brand des Geflüchteten-Lagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos sind am Mittwoch 139 Schutzsuchende in Hannover gelandet. Unter ihnen befinden sich 51 unbegleitete Minderjährige und 17 kranke Kinder mit ihren Familien. Bei der Aufnahme handelt es sich um einen humanitären Akt, teilte Bundeskanzlerin Merkel mit. Es sei aber keine nachhaltige Lösung. Merkel strebt eine gesamteuropäische Lösung an, bei der alle Länder Schutzsuchende aufnehmen.

Die am Mittwoch angekommenen Schutzsuchenden werden auf die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verteilt. Elf der unbegleiteten Minderjährigen werden in Niedersachsen ein neues Zuhause finden. Die Kinder waren alleine auf der Flucht und hatten bisher keine Möglichkeit auf ein kindgerechtes Leben. Die Kinder und Jugendlichen aus Afghanistan und Pakistan werden überwiegend in Privatfamilien unterkommen.

Die Bundesregierung hat außerdem beschlossen weitere 1.553 Familienangehörige von den griechischen Inseln aufzunehmen, die nach Angaben der griechischen Regierung schutzberechtigt sind. Unterdessen haben Politiker, Vertreter der evangelischen Kirche einen Perspektivwechsel und die Aufnahme weiterer Schutzsuchender in Deutschland und Europa gefordert. Als Begründung wurden die miserablen Zustände in den griechischen Lagern genannt. Die große Aufnahmebereitschaft von Kommunen und Kirchengemeinde muss ernst genommen werden.

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