Corona-Gipfel in Berlin: Bußgelder und Obergrenzen für Feiern

Symbolfoto: © Christian Daum | pixelio.de

Am Dienstag haben sich Bund und Länder bei der Corona-Konferenz auf eine Obergrenze für private Feiern geeinigt. Bundeskanzlerin Merkel äußerte sich besorgt über die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19). In stark betroffenen Regionen sollen nur noch 50 Personen an Feiern teilnehmen dürfen. Das gilt für Landkreis, in denen innerhalb von sieben Tagen, mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gemeldet wurden. Für private Feier gilt eine Obergrenze von 25 Menschen, teilte Bundeskanzlerin Merkel mit. In privaten Räumen wird empfohlen nicht mehr als 10 Personen einzuladen. Bundeskanzlerin Merkel forderte dazu auf sich weiterhin an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu halten und im Alltag einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das Thema Lüften muss ebenfalls ernst genommen werden. Es kann während der Pandemie zum günstigsten und wirksamsten Mittel werden, um Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zu vermeiden. Die Bundesregierung hatte bereits für 500 Millionen Euro ein Programm zur Modernisierung der Lüftungsanlagen beschlossen.

Aufgrund der stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen in Berlin kündigte das Bundesland am Dienstagabend an, dass eine Maskenpflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden beschlossen wurde. Im Schnitt gibt es in Berlin derzeit 26,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. In keinem Bundesland infizieren sich aktuell so viele Menschen mit dem Corona-Virus wie in Berlin. In Berlin-Mitte haben sich in den letzten sieben Tagen 48,2 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Corona-Virus infiziert.

Merkel sagte, dass ein zweiter landesweiter Lockdown unbedingt verhindert werden muss. Sie sagte, dass wir alle viel gelernt haben und gut durch den Sommer gekommen sind. Ganzen Schulen sollen auch nicht noch einmal geschlossen werden.

Bußgelder zwischen 50 und 1000 Euro werden für falsche Angaben in Restaurants oder Bars künftig erlassen. „Falsche Angaben sind kein Kavaliersdelikt“, sagte Merkel. Sachsen-Anhalt wird mit dem Bußgeld nicht mitziehen, hieß es am Dienstagabend. Das Bundesland hat die Kontaktlisten gerade abgeschafft, sagte Ministerpräsident Haseloff. Sachsen-Anhalt hat als einziges deutsches Bundesland kein Bußgeld für Maskenverweigerer eingeführt.

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