Razzien in der Fleischindustrie: Verdacht auf illegale Beschäftigung

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Die Bundespolizei hat am Mittwoch bundesweit Razzien in fleischverarbeitenden Unternehmen durchgeführt. Insgesamt haben 800 Beamte 60- Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Der Schwerpunkt der Razzien lag in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der Grund der Razzien ist der Verdacht der illegalen Einschleusung von Leiharbeitern. Besonders Zeitarbeitsfirmen standen im Fokus der durchgeführten Razzien. Es besteht der Verdacht, dass in den vergangenen sechs Monaten mindestens 82 Menschen illegal nach Deutschland geschleust worden sind. Konkret geht es um den Vorwurf der banden- und gewerbsmäßigen Einschleusung sowie der Urkundenfälschung. Hierzu wurde eine Sonderkommission eingerichtet. Am Mittwoch wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Deutschlands größter Fleischproduzent, Tönnies, teilte mit, dass das Unternehmen nicht von den Razzien betroffen sei. Der Konzern geriet aufgrund eines großen Corona-Ausbruchs im Juni, mit über 2.000 infizierten Mitarbeitern, in die Schlagzeilen.

Während der Razzien entdeckten die Beamten über 20 Personen, die mit gefälschten Dokumenten illegal beschäftigt wurden. Die Menschen werden demnächst befragt und anschließend der Ausländerbehörde übergeben.

Politiker forderten in diesem Zusammenhang ein schnelleres Verbot von Leiharbeit in der Fleischbranche.

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