Demonstration in Berlin: Tausende Menschen forderten die Aufnahme von Geflüchteten aus dem Lager Moria

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

In Berlin haben am Sonntag mehrere tausend Menschen für die Evakuierung und die Aufnahme von Schutzsuchenden aus dem griechischen Lager Moria, auf der Insel Lesbos, demonstriert. Die Teilnehmer forderten, dass alle Schutzsuchenden aus dem zerstörten Lager nach Deutschland gebracht werden. Ein Bündnis von Seebrücke Berlin, ProAsyl und weiterer Initiativen hat zu der Demonstration aufgerufen. Auf den Plakaten der Teilnehmer waren Sätze wie „Wir haben Platz!“ und „Seehofer, sei ein Christ!“ zu lesen. Die Hilfsorganisation ProAsyl wies im Zusammenhang mit dem Weltkindertag auf das Elend der Kinder in den griechischen Lagern hin. Nach Angaben der Polizei lag die Anzahl der Teilnehmer im mittleren vierstelligen Bereich. Auf einer Kundgebung sprach am Sonntag auch die Tante des im Mittelmeer ertrunkenen Jungen Alan Kurdi zu den Teilnehmern und forderte Humanität von Europa. Das Bild seiner Leiche am Strand wurde zum Symbol für das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik. Fast alle Teilnehmer trugen einen Mund-Nasen-Schutz und die Abstandsregeln wurden eingehalten.

Ähnliche Proteste fanden am Sonntag auch in Städten wie Lissabon und Stockholm statt.

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