Katastrophe auf Lesbos: Kritik an Seehofer wächst – Scholz fordert Aufnahme von mehr Schutzsuchenden

Symbolfoto: © Carl-Ernst Stahnke | pixelio.de

Die Kritik an Bundesinnenminister Seehofer wächst. Er teilte mit, dass Deutschland zwischen 100 und 150 Jugendlichen aus dem zerstörten Lager Moria aufnehmen will. Innerhalb der EU nehmen zehn Staaten insgesamt 400 unbegleitete minderjährige Geflüchtete auf.

Das stößt innerhalb der Regierung auf Kritik. Der Kanzlerkandidat der SPD, Scholz, fordert aufgrund der Situation vor Ort die Aufnahme von mehr Schutzsuchenden aus dem griechischen Lager Moria. Der SPD-Politiker sagte, dass die Aufnahme der Jugendlichen nur ein erster Schritt sein kann. Scholz betonte, dass es gut sei, wenn andere europäische Länder sich beteiligen, es aber keine Voraussetzung für deutsche Hilfe sei.

In Deutschland haben viele Städte und Kommunen Kapazitäten um Geflüchtete aufzunehmen. In vielen Aufnahmeeinrichtungen gibt es freie Plätze.

Hilfsorganisationen und Reporter, die sich im zerstörten Lager befinden, sprechen von menschenverachtenden Zuständen. Die Menschen – darunter viele Familien mit kleinen Kinder – schlafen und wohnen Tag und Nacht auf der Straße. Außerdem ist die Versorgung mit Mahlzeiten und Wasser nicht geregelt, sodass nicht für jeden genug vorhanden ist.

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