Nach Feuer in Moria: Deutschland und Frankreich nehmen minderjährige Schutzsuchende auf

Symbolfoto: © 110stefan | pixelio.de

Am Donnerstag einigten sich Deutschland und Frankreich darauf, dass 400 unbegleitete Minderjährige, das durch den Großbrand vollständig zerstörte Camp Moria auf Lesbos, verlassen. Damit regierten die beiden EU-Länder auf die Bitten des griechischen Ministerpräsidenten. Die 400 Minderjährigen wurden am Donnerstag bereits von Lesbos in die griechische Hafenstadt Thessaloniki geflogen. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande hoffen, dass sich noch weitere europäische Staaten an der Aufnahme beteiligen. Die niederländische Regierung bot an 100 Geflüchtete aufzunehmen. Bisher lehnten die Niederlande auf eine Aufnahme von Schutzsuchenden strikt ab. Durch das Feuer hat sich die Lage jedoch dramatisch verändert, sagte die niederländische Staatssekretärin am Donnerstag.

Insgesamt befanden sich in dem für 3.000 Menschen aufgelegten Lager Moria auf Lesbos mehr als 12.000 Menschen. 16 Unions-Abgeordnete forderten in einem offenen Brief an Horst Seehofer die Aufnahme von mindestens 5.000 Schutzsuchenden. Es geht darum offensichtliche menschliche Not zu lindern, heißt es in dem Brief.

Das Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos war in der Nacht zu Mittwoch durch mehrere gleichzeitige Brände vollständig abgebrannt. Anschließend gab es Zusammenstöße mit der Polizei, die Tränengas einsetzte. Die Menschen wohnen gegenwärtig immer noch auf den umliegenden Straßen und in Olivenplantagen. In den nächsten Tagen sollen die Schutzsuchenden zunächst auf Schiffen untergebracht werden.

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