Tödlicher Verkehrsunfall nach Polizei-Kontrolle: Kontrollierten die Beamten fahrlässig?

Symbolfoto: © burntimes

Nach einem tödlichen Verkehrsunfall mit zwei Toten auf der Autobahn 20 bei Wismar prüft die Staatsanwaltschaft in Lübeck, ob zwei Polizisten den Unfallverursacher zuvor fahrlässig kontrolliert haben. Der 28-jährige Unfallverursacher kommt aus Brandenburg. Er wurde etwa eine Stunde vor dem Unfall, der sich am 2. August gegen 2 Uhr ereignete, auf einem Rastplatz bei Lübeck von zwei Polizisten kontrolliert. Er hatte einen Atemalkoholtest abgelehnt. Messungen in der Luft ergaben keine Alkoholisierung und im Auto befand sich kein Alkohol. Der Fahrer zeigte keine Ausfallerscheinungen, gab jedoch an, dass er seit 48 Stunden nicht geschlafen hat. Die Beamten ordneten daraufhin an, dass er eine Ruhepause einlegen soll.

Etwa eine Stunde nach der Polizeikontrolle fuhr der 28-Jährige auf einen PKW auf. Für den 45-jährigen Fahrer und eine 19-Jährige kam jede Hilfe zu spät (wir berichteten). Bei dem mutmaßlichen Unfallverursacher wurde später ein Alkoholwert von 2,1 Promille ermittelt. Er selbst blieb unverletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung wurde eingeleitet. Parallel wird geprüft, ob die beiden Polizisten den Autofahrer fahrlässig kontrolliert haben und ob es andere Handlungsoptionen gegeben hätte.

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