Kremlkritiker Nawalny: Befunde der Berliner Charité weisen auf eine Vergiftung hin

Symbolfoto: © NicoLeHe | pixelio.de

Der 44-jährige Kremlkritiker Nawalny befindet sich zur Behandlung in der Berliner Charité. Untersuchungen deuten auf eine Vergiftung, hieß es am Montag. Olaf Scholz teilte mit, dass er besorgt um den Gesundheitszustand von Nawalny ist. Der Filmproduzent Bizilj geht davon aus, dass der Kremlkritiker den mutmaßlichen Giftanschlag überleben wird. Unklar bleibt aber, ob er den Giftanschlag unbeschadet überstehen wird. Bizilj hatte mit der Organisation „Cinema for Peace“ den Rettungsflug aus Sibirien nach Berlin organisiert. Die Berliner Charité hatte sich bis Montagabend noch nicht zum Gesundheitszustand des Kremlkritikers geäußert.

Die Sprecherin des erkrankten Nawalny teilte mit, dass man alles erzählen wird, was zur Zeit über die Vergiftung bekannt sei. Der engste Kreis des Kremlkritikers geht davon aus, dass er vergiftet wurde. Russische Ärzte, die Nawalny zuvor bandelt hatten, sprachen von einer Stoffwechselstörung. In der Berliner Charité wird von einer längeren Behandlungsdauer ausgegangen.

Nawalny wollte am letzten Donnerstag von Sibirien aus zurück nach Moskau fliegen. Am Flughafen in Tomsk hatte er einen Tee getrunken. Während des Flugs fühlte er sich unwohl und verlor schließlich das Bewusstsein. Das Flugzeug landete in der sibirischen Stadt Omsk not (wir berichteten).

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