Amokfahrt auf Berliner A100: Fahrer wurde in Psychiatrie eingeliefert

Symbolfoto: © burntimes

Auf der Berliner Stadtautobahn (A100) hat ein irakischer Autofahrer mehrere Unfälle verursacht. Am Dienstagabend gegen 18.50 Uhr hatte der 30-jährige mutmaßliche Täter Jagd auf Motorradfahrer gemacht und absichtlich drei Unfälle zwischen den Stadtteilen Wilmersdorf und Tempelhof verursacht. Der Täter rammte mit seinem schwarzen Opel Astra zwei Motorradfahrer und touchierte außerdem einen Roller in Höhe des Innsbrucker Platzes. Insgesamt wurden sechs Menschen teils schwer verletzt. Ein gerammter Motorradfahrer schwebte am Donnerstag noch in Lebensgefahr. Der Staatsschutz hat die Ermittlungsgruppe „Motorrad“ gegründet, um den Fall aufzuklären. In mindestens drei Fällen wird ihm versuchter Mord vorgeworfen.

Zum Stehen kam das Auto, als der 30-Jährige ein Motorrad auf ein Auto geschoben hat. Er stieg anschließend in Höhe der Ausfahrt Alboinstraße aus und drohte damit, dass alle sterben würden. Der 30-Jährige stellte eine Munitionskiste auf sein Auodach und rollte einen Gebetsteppich aus. Zeugenaussagen zufolge rief der 30-Jährige auch „Allahu Akbar“. Der Mann wurde kurz darauf festgenommen. Am Mittwoch wurde er von einem Haftrichter vorläufig in eine Psychiatrie eingeliefert.

Der Täter wurde in der irakischen Hauptstadt Bagdad geboren, lebte bis Oktober 2019 in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft und besitzt einen Duldungsstatus, der noch bis zum Jahresende gültig ist. Der Mann ist aufgrund kleiner Delikte polizeibekannt. Er wurde jedoch nicht als islamistischer Gefährder eingestuft. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von einem islamitischen Anschlag ausgegangen.

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