Umstrittene Präsidentschaftswahl in Weißrussland: Lukaschenko bleibt trotz großen Protesten uneinsichtig

Symbolfoto: © Michael Hirschka | pixelio.de

Der weißrussische Präsident lehnte am Montag Neuwahlen ab und sagte: „Ihr müsst mich schon töten, wenn ihr Neuwahlen wollt.“ Innerhalb der Europäischen Union wird unterdessen über das weitere Vorgehen beraten. Die Situation in Weißrussland hat sich dermaßen zugespitzt, dass der EU-Ratspräsident Charles Michel für Mittwoch einen Videogipfel mit allen 27-EU-Staaten vereinbart hat. „Europa akzeptiert die Wahlergebnisse nicht“, teilte der EU-Außenbeauftragte Borrell mit. Wie es in Weißrussland weitergehen wird ist unklar. Am vergangenen Wochenende waren Hunderttausende Menschen Lukaschenko zu demonstrieren. Die Sicherheitskräfte gingen dabei erneut massiv und mit Gewalt gegen friedliche Demonstranten vor.

Lukaschenko besuchte am Montag ein Radlasterwerk – einen Staatsbetrieb. Dort begrüßten ihn die Arbeiter mit „Hau-ab-Rufen“. Es ist ihm nicht gelungen die Fabrikarbeiter zu überzeugen. Mit den Arbeitern verliert der Präsident den Stützpfeiler seiner Macht. Immer mehr Menschen legen in Weißrussland ihre Arbeit nieder und schließen sich den Demonstrationen gegen die Regierung von Lukaschenko an.

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