Beirut nach der riesigen Explosion: Noch immer viele Vermisste – 16 Hafenmitarbeiter wurden verhaftet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach der schweren Explosion im Hafen von Beirut werden noch immer 100 Menschen vermisst, wie das Rote Kreuz mitteilte. Mindestens 145 Menschen wurden bei der Explosion getötet. Mehr als 5.000 Menschen wurden verletzt und knapp 300.000 Menschen sind obdachlos geworden. Die Ursache für die gewaltige Explosion ist noch unklar. Eine Untersuchungskommission soll innerhalb von fünf Tagen erste Berichte vorlegen. Im Fokus der Ermittlungen steht die Lagerung mehrerer tausend Tonnen hochexplosiven Ammoniumnitrats. Hierbei steht das Frachtschiff „Rhosus“, das unter moldauischer Flagge fährt unter Verdacht. Mit dem Frachtschiff sollen 2013 große Mengen der gefährlichen Substanz in den Hafen gebracht worden sein. Bei der Katastrophe starb auch eine Kollegin der deutschen Botschaft, teilte Bundesaußenminister Maas am Donnerstag mit. Sie starb demnach an den Folgen der Explosion in ihrer Wohnung.

Während Rettungsmannschaften weiter nach Vermissten suchen, wurden am Donnerstag 16 Hafenmitarbeiter verhaftet. Die Regierung teilte mit, dass es sich um Mitarbeiter der Hafenverwaltung und des Zolls handelt. Außerdem wurden Bauarbeiter verhaftet, die an dem explodierten Hangar 12 gearbeitet hatten.

Bereits vor der schweren Explosion steckte der Libanon in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Fast 60 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos.

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