Zoo Zürich: Tiger tötet Pflegerin

Symbolfoto: © Sommaruga Fabio | pixelio.de

Im Zoo in Zürich ist es am Samstagmittag gegen 13.20 Uhr zu einem tödlichen Angriff auf eine 55-jährige Tierpflegerin gekommen. Der Amurtiger folgte offenbar seinem Instinkt und tötete die Pflegerin.
Einer Gruppe Tierpfleger gelang es schließlich das Tigerweibchen mit Rufen in den Stall zu locken. Die 55-Jährige wurde so schwer verletzt, dass sie im Gehege starb und jede Hilfe zu spät kam. Besucher und Tierpfleger, die den Vorfall miterlebt hatten, wurden von Notfallseelsorgern betreut. Der betroffene Bereich des Zoos wurde abgesperrt.

Im Zoo soll es keinen direkten Kontakt zwischen Tierpflegern und den Tieren geben. Warum sich dieses Mal die Tigerin und Pflegerin zur gleichen Zeit im Gehege aufhielten ist unklar und wird untersucht. An der Aufklärung des Vorfalls sind die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Zürich beteiligt. Inzwischen teilten die Ermittler mit, dass es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt hat und ein möglicher Suizid der Pflegerin ausgeschlossen wird.

Der Zoo in Zürich teilte mit, dass der Tiger weder eingeschläfert noch an einen anderen Zoo vermittelt werden soll, weil das Tier seinen natürlichen Instinkten folgte. Die Pflegerin wurde von den Tigern im Gehege als Eindringling in ihrem Territorium betrachtet. Aus diesem Grund soll der Vorfall für das Tier ohne Konsequenzen bleiben. Am Sonntag blieb der Zoo aus Pietätsgründen geschlossen.

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