Tödlicher Bahnunfall in Frankfurt: 16-Jährige starb – Ermittlungen gegen Schrankenwärterin

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

Im Frankfurter Stadtteil Neuried hatte sich in der vergangenen Woche, am 7. Mai, gegen 20 Uhr, ein schwerer Bahnunfall an einem gefährlichen Bahnübergang ereignet. Vergangene Woche Freitag waren die Schranken an dem Bahnübergang aus unklaren Gründen geöffnet, als sich ein Regionalzug mit 35 Fahrgästen annäherte. Der Lokführer leitete zwar noch eine Notbremsung ein, erfasste jedoch an dem beschrankten Bahnübergang eine 16 Jahre alte Fußgängerin, einen 52 Jahre alten Radfahrer und ein Auto, das mit einer 50-jährigen Fahrerin besetzt war. Die 16-jährige Fußgängerin erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unglücksstelle verstarb. Der Radfahrer und die Autofahrerin wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert. Die 35 Fahrgäste des Zuges blieben unverletzt.

Seit Jahrzehnten wird an dem betroffenen Bahnübergang in der Oeserstraße Kritik geäußert. Der Bahnübergang befindet sich auf einer fünfspurigen Kreuzung, die stark von Autos befahren wird. Die Bahnschranken schließen dort in der Regel alle paar Minuten und es bilden sich lange Autoschlangen. Die Idee eine Straßenüberbrückung an der Stelle zu bauen gibt es schon seit etwa 100 Jahren – umgesetzt wurden die Pläne bis heute nicht.

Eine Sonderermittlungsgruppe wurde eingesetzt. Diese ermittelte, dass seit März eine neue Schrankenwärterin ihren Dienst angetreten hat. Die Frau saß zum Unfallzeitpunkt in unmittelbarer Nähe des Bahnübergangs in ihrem Wärterhäuschen. Sie erlitt einen Schock.

Gegen die 48-jährige Schrankenwärterin, die zum Unglückszeitpunkt Dienst hatte, wurde eine Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Bahnbetriebs vorgeworfen. Gegenwärtig ist aber auch ein technisches Versagen noch nicht ausgeschlossen.

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