Dortmund-Ems-Kanal bei Gleesen: Frachtschiff rammt Brücke und bringt diese zum Einsturz

Symbolfoto: © burntimes.com

Am Montagmorgen gegen 9.15 Uhr hat ein 85 Meter langes Binnenfrachtschiff die Kunkenmühlebrücke im Emsbürener Ortsteil Gleesen gerammt und dadurch zum Einsturz gebracht. Polizeiangaben zufolge wurde durch die Wucht des Aufpralls das Mittelteil der Kanalüberführung aus der Fassung gehebelt, sodass es in den Dortmund-Ems-Kanal stürzte. Verletzt wurde bei dem Schiffsunfall niemand. Nach der Kollision stoppte die polnische Besatzung das Schiff und wartete auf das Eintreffen der Meppener Wasserschutzpolizei. Unter deren Begleitung wurde das Wasserfahrzeug rückwärts zur Schleuse Hesselte geführt. Inzwischen steht fest, dass keiner der Besatzungsmitglieder Alkohol konsumiert hatte.

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Frachtschiff offenbar mit zu wenig Ballastwasser unterwegs war und der Bug zu weit aus dem Kanal heraus ragte.

Unklar war am Montagabend noch wie und wann das im Kanal befindliche Brückenelement geborgen werden kann. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Schiffe die auf dem Dortmund-Ems-Kanal unterwegs sind müssen nun eine Zwangspause einlegen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Rheine plant bereits den Abriss der gesamten Brücke, da diese nach der Kollision einsturzgefährdet ist. Aufgrund der Einsturzgefahr können derzeit auch keine Taucher bei der Bergung des im Kanal befindlichen Brückenstücks eingesetzt werden.

Der Dortmund-Ems-Kanal ist rund 220 Kilometer lang und verbindet das Ruhrgebiet mit dem Seehafen von Emden.

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