Paris: Schwere Unruhen trotz verhängter Ausgangssperren

Symbolfoto: © burntimes

Seit Ostern kam es in den Pariser Vorstädten vermehrt zu Zusammenstößen mit der Polizei in den Banlieue-Zonen. Auslöser ist, dass am Ostersamstag eine Polizeipatrouille in Villeneuve-la-Garenne einen 30-jährigen Motorradfahrer anhalten wollte, der ohne Helm unterwegs war. Die Polizisten waren in einem Zivilfahrzeug unterwegs, das nicht als Streifenwagen erkennbar war. Nachdem der Motorradfahrer versuchte zu entkommen und das Zivilfahrzeug zu überholen, öffnete einer der Polizisten die Tür, sodass er schließlich in die sich öffnende Tür eines Polizeifahrzeugs fuhr und stürzte. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen.

Im Internet wurde angenommen, dass der 30-Jährige absichtlich gestoppt werden sollte. Die Polizei hat bereits interne Ermittlungen dazu eingeleitet. Seit dem kommt es jeden Abend in den Vorstädten von Paris zu Ausschreitungen. Polizisten werden dabei mit Steinen, Leuchtraketen und Feuerwerksmaterial angegriffen. Außerdem werden regelmäßig Autos und Müllcontainer angezündet. Die Polizei setzt Tränengas ein um die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Die Lage in den Pariser Vorstädten ist durch die Coronakrise zusätzlich angespannt. Die Menschen fühlen sich teils sozial ungerecht behandelt und ausgegrenzt.

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