Geflüchtete an der EU-Außengrenze: Zwischenfälle – Brand in Geflüchtetenlager in Griechenland fordert Kinderleben

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Auch in Zeiten, in denen das Coronavirus die deutschen Medien regiert, sollte der Blick auf die EU-Außengrenze zwischen der Türkei und Griechenland nicht vergessen werden. Dort warten noch immer hunderte Schutzsuchende darauf die Grenze passieren zu dürfen. In der Nacht zu Mittwoch kam es zu neuen Zwischenfällen, nach dem etwa 500 jüngere Menschen versuchten den Grenzzaun auf griechischer Seite niederzureißen. Dabei sollen von türkischer Seite Tränengasgranaten und Steine auf die Beamten geschleudert worden sein. Die griechischen Grenzbeamten setzten starke Ventilatoren ein, um das Tränengas zurück in die Türkei zu treiben. Die Ausschreitungen dauerten etwa eineinhalb Stunden an. Der türkische Präsident Erdogan hat Ende Februar das Abkommen zwischen der Türkei und der EU ausgesetzt. Seit dem kommt es an der EU-Außengrenze immer wieder zu Zwischenfällen, bei denen Geflüchtete versuchen nach Griechenland zu gelangen. Am Dienstag hatten sich Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Macron während einer Videokonferenz mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zu einer Aufstockung der EU-Mittel für die Versorgung von syrischen Schutzsuchenden eingesetzt.

Am Montag war ein großer Brand im Geflüchtetenlager auf der griechischen Insel Lesbos ausgebrochen. Der Brand hatte große Auswirkungen auf die Situation in dem Lager. Es handelt sich um das größte Geflüchtetenlager aus Lesbos. Ein sechsjähriges Kind starb bei dem Brand. Die Menschenrechtskommissarin des Europarats forderte Griechenland zum Handeln auf. Sie sagte, dass der Tod des sechs Jahre alten Kindes ein tragisches Beispiel dafür sei, dass die Sicherheitsstandards auf den Inseln dringend verbessert werden müssen.

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