Griechenland: Sieben EU-Länder wollen 1.600 minderjährige Geflüchtete aufnehmen

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Die Situation in den griechischen Lagern bleibt kritisch. Inzwischen haben sich sieben EU-Länder für die Aufnahme von 1.600 minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten ausgesprochen. Neben Deutschland zählen Frankreich, Irland, Finnland, Portugal, Luxemburg und Kroatien zu der Koalition. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson soll die Hilfe für die Kinder und Jugendlichen in den überfüllten Lagern auf den Ägäis-Inseln koordinieren. Griechischen Angaben zufolge befinden sich über 42.500 Schutzsuchende auf der griechischen Insel Lesbos, Samos, Kos, Leros und Chios. Dort befinden sich jedoch lediglich Kapazitäten für rund 6.000 Menschen.

An der griechisch-türkischen Grenze häufen sich unterdessen die Meldungen von Menschenrechtsverletzungen. Das Asylrecht wird nicht gewährt und wurde von Griechenland ausgesetzt. Dieses verstößt gegen internationale Gesetze. Einem Bericht der New York Times zufolge werden Schutzsuchende von Griechenland an einem geheimen Ort festgehalten und von dort ohne Asylverfahren in die Türkei zurückgeschickt. Geflüchtete, die nach dem 1. März auf der Insel Lesbos ankamen werden noch immer auf einem Kriegsschiff im Hafen von Mytilini festgehalten. Die Menschenrechtsorganisation Human Right Watch kritisiert, dass die Schutzsuchenden keine Möglichkeit haben, Asylanträge zu stellen. Das Betreten des Schiffes, auf dem sich mehr als 450 Menschen aufgehalten sollen wurde der Organisation untersagt. Die Geflüchteten sollen Berichten zufolge auf dem Boden schlafen müssen – auch Kinder und schwangere Frauen. Griechenland muss sich an internationales Recht halten.

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