Geflüchtete an der EU-Außengrenze: Lage eskaliert

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

Die Entsendung türkischer Sondereinheiten hat die angespannte Situation an der griechischen Grenze weiter verschärft. Auch am Sonntag befanden sich an der Außengrenze mindestens 15.000 Menschen, die dort unter menschenunwürdigen Bedingungen ausharren müssen. Griechenland machte klar die Grenze nach wie vor nicht öffnen zu wollen. In der Nacht zu Sonntag schossen türkische Militäreinheiten Rauchbomben und Blendgranaten über den Grenzzaun. Außerdem soll ein türkisches Militärfahrzeug versucht haben den Grenzzaun mit Hilfe eines Stahlseils zu öffnen. Griechenland setzt immer wieder Tränengas und Wasserwerfer gegen die Schutzsuchenden ein.

Unterdessen ist am Samstagabend im  Gemeinschaftszentrum „One Happy Family“ (OHF) ein großes Feuer ausgebrochen. Unter anderem brannte die Schule ab. Diese war dafür da, damit die Kinder, die auf Lesbos festsitzen, eines ihrer grundlegenden Rechte haben: Bildung. Die beiden Hauptbüros, das Büro des Koordinationsteams und das Büro der HelferInnen, brannten vollständig ab. Diese Büros waren das Herzstück des geschäftigen Gemeindezentrums – ein Ort, an dem jeder willkommen war, an dem die Visionen des OHF geformt und an den Wänden vermerkt wurden, so die Hilfsorganisation.

In Brüssel wird am Montag der türkische Präsident Erdogan mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen über die Flüchtlingspolitik und das weitere Vorgehen an der EU-Außengrenze beraten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*