Geflüchtete aus Syrien: Situation spitzt sich zu – Griechische Polizei setzt Tränengas gegen Schutzsuchende ein

Symbolfoto: © nafas | pixelio.de

An der türkisch-griechischen Grenze spitzt sich die Situation weiter zu. Tausende Menschen wollen nach Europa. Inzwischen befinden sich mehr als 13.000 Menschen an der Grenze, darunter Frauen und Babys. Die griechische Polizei hat am Sonntag schwere Wasserwerfer, Tränengas und Pfefferspray gegen die Schutzsuchenden aus Syrien eingesetzt, die dort vor dem Krieg geflohen sind. Zuvor sollen Steine auf die Grenzbeamten geworfen worden sein, hieß es. Im türkischen Fernsehen wurden am Sonntag in arabischer Sprache Routen nach Europa aufgezeigt. An der Grenze und den benachbarten Wäldern befinden sich zahlreiche schwer bewaffnete griechische Sicherheitskräfte. Die Türkei teilte mit, dass sie 75.000 Geflüchtete die Grenze zur EU passieren lassen möchte. Das griechische Außenministerium teilte mit, dass 9.600 Menschen daran gehindert wurden die Grenze nach Griechenland zu überqueren. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex reagierte auf die aktuellen Entwicklungen. Die Türkei hat sich aktiv in den Seien-Krieg eingeschaltet und mehrere Angriffe unternommen.

Die Türkei hat in der Vergangenheit bereits 3,6 Millionen Geflüchtete aus Syrien aufgenommen. Ein Abkommen zwischen der Türkei und der EU von 2016 sieht eigentlich vor, dass die Türkei Geflüchtete vom Weg in die EU abhält. Die türkische Regierung versucht offenbar durch ihre neue Position mehr Geld von EU für die Unterbringung der Geflüchteten zu zwingen. Ein Spiel das auf den Köpfen der Schutzsuchenden ausgetragen wird.

Aufgrund der akuten Zuspitzung der Situation an der EU-Außengrenze sehen die Grünen Bundeskanzlerin Merkel in der Pflicht. „Die Bundesregierung muss nun schnellstmöglich eine Lösung für die Verteilung der Geflüchteten schaffen“, sagte Grünen Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

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