Virus-Angriff auf das Berliner Kammergericht schwerer als angenommen

Symbolfoto: © Klicker | pixelio.de

Das Berliner Kammergericht hat seit mehreren Monaten mit der Schadsoftware „Emotet“ zu kämpfen. Ende September 2019 wurde das Gericht praktisch lahmgelegt. Richter und Angestellte haben nach wie vor mit den Folgen des Angriffs zu kämpfen und arbeiten im Notbetrieb. Seit September ist das Berliner Kammergericht nur noch telefonisch, per Fax oder mit der Briefpost erreichbar. Die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit ist jedoch gewährleistet, hieß es.

Am Montag wurde bekannt, dass das Computerproblem offenbar schwerwiegender ist, als es zunächst angenommen wurde. Das Netwzerk des Gerichts wurde von einem Trojaner namens „Emotet“ angegriffen. Vor dieser Schadsoftware warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schon seit Längerem. „Emotet“ wird beispielsweise per E-Mail verbreitet. Die Mails enthalten Dokumente über die sich die Schadsoftware verbreitet. Anschließend werden E-Mail-Konten ausgespäht. Am Montag wurde auch bekannt, dass es einen Datenabfluss gab. Möglicherweise ist der gesamte Datenbestand abgeflossen. Wie und in welchem Umfang dieser Abfluss stattfand wird in dem Gutachten nicht weiter benannt.

Die IT-Experten von T-Systems haben dem Berliner Kammergericht zu einem kompletten Neuaufbau der IT-Infrastruktur geraten.

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