Libyen-Konferenz in Berlin: Waffenstillstand wurde beschlossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Berlin fand am Sonntag die Libyen-Konferenz statt. Dabei einigten sich alle Seiten auf einen Waffenstillstand für das Bürgerkriegsland. Der türkische Präsident Erdogan forderte den General Haftar auf, die Kämpfe einzustellen. Die Staats- und Regierungschef einigten sich am Ende auf einen Friedensplan für Libyen. Das UN-Waffenembargo soll dabei eingehalten werden.Außerdem sicherten die Gipfelteilnehmer zu, dass die Kriegsparteien nicht mehr militärisch unterstützt werden. Gefordert wurde auch eine umfassende Demobilisierung und Entwaffnung der libyschen Milizen. Ein weiteres Treffen als Grundlage für einen langfristigen Waffenstillstand soll in absehbarer Zeit stattfinden. Es wurde auch eine transparente und gerechte Verteilung der Öleinnahmen im Land gefordert.

Zu der Libyen-Konferenz hatte Bundeskanzlerin Merkel Vertreter der Staaten empfangen, die Einfluss auf den Libyen-Konflikt haben. Unter den Teilnehmern waren unter anderem der türkische Präsident Erdogan, Russlands Staatschef Putin und der US-Außenminister Pompeo.

In Libyen war 2011 nach dem Sturz und der Tötung des langjährigen Machthabers al-Gaddafi ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Der General Haftar kontrolliert in Libyen einen großen Landesteil im Osten und Süden des Landes. Seit dem Sturz des libyschen Machthabers Gaddafis, im Jahr 2011, herrscht in dem Land Chaos. Es gibt zwar eine international anerkannte Regierung unter al-Sarradsch, die jedoch innerhalb Libyens lediglich in der Hauptstadt Tripolis anerkannt wird. Auf Seiten der Rebellen kämpfen in Libyen derzeit die Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien. Die Türkei, Italien und Katar unterstützen unterdessen die Regierung von al-Sarradsch.

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