Iran-Krise: Religionsführer Chamenei bezeichnet US-Präsident Trump in Predigt als „Clown“

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Nach acht Jahren hat Irans Oberster Führer Chamenei erstmals wieder die Freitagspredigt in Teheran gehalten. Er macht das nur in Krisenzeiten. Chamnei sagte, dass es in den letzten zwei Wochen „bittere und süße Ereignisse gegeben hat“, aus denen der Iran seine Lehren zieht. Weiter sprach er über die Angriffe auf zwei von den Amerikanern genutzten Militärbasen im Irak und bezeichnete diese als „Schlag gegen das Prestige der USA“. Die USA bezichtigte Chamenei des Terrorismus. Zu dem unabsichtlichen Flugzeugabsturz äußerte er sich auch. Chamenei nahm dabei die Revolutionsgarden in Schutz. Sie garantieren den Schutz des Irans, sagte er. Gleichzeitig beschuldigte er die Feinde des Irans sich über den „extrem bitteren Vorfall“ gefreut zu haben, weil dieser den Ruf des Irans zerstört. Bei dem Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs sind 176 Menschen ums Leben gekommen (wir berichteten).

Die Menschen, die im Iran in mehreren Städten gegen das Regime protestieren, bezeichnete Chamenei als „Handlanger der USA“. Angesichts der ausgesprochenen Solidaritätsbekundungen bezeichnete er US-Präsident Trump als „Clown“. Auch Europa wurde kritisiert. „Auf die EU-Länder sei kein Verlass“, sagte Chamenei. Es geht dabei um den Streit über das Atomabkommen, aus dem die USA 2018 einseitig ausgestiegen waren. Mehrere EU-Länder, darunter auch Deutschland und Frankreich, haben am Dienstag den Iran zu einer Schlichtung aufgerufen, um das Abkommen möglicherweise doch noch zu retten. Die iranische Regierung hatte zuletzt betont, dass sie sich nicht mehr an das Abkommen halten wird.

Wie nun bekannt wurde, sind bei den iranischen Luftangriffen, auf zwei US-Stützpunkte im Irak, elf US-Soldaten verletzt worden. Präsident Trump sprach zunächst davon, dass niemand zu Schaden kam.

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