Libyen: Friedensverhandlungen in Moskau – General Haftar reist ab

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Während der Friedensverhandlungen in Moskau konnten die libyschen Konfliktparteien zu keiner Einigung kommen. Lediglich der libysche Regierungschef al-Sarradsch hat das Abkommen für einen Waffenstillstand unterzeichnet. Sein politischer Gegner, General Haftar, reiste unterdessen ab, ohne das Abkommen zu unterschreiben. Zuvor verhandelten beide Seite sieben Stunden lang. Dabei gab es Fortschritte aber keinen Durchbruch, teilte das russische Außenministerium mit. Haftar selbst sagte, dass er das Dokument noch zwei Tage lang mit seinen Verbündeten besprechen muss, eher eine Entscheidung gefällt wird.

Der General Haftar kontrolliert in Libyen einen großen Landesteil im Osten und Süden des Landes. Seit dem Sturz des libyschen Machthabers Gaddafis, im Jahr 2011, herrscht in dem Land Chaos. Es gibt zwar eine international anerkannte Regierung unter al-Sarradsch, die jedoch innerhalb Libyens lediglich in der Hauptstadt Tripolis anerkannt wird. Auf Seiten der Rebellen kämpfen in Libyen derzeit die Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien. Die Türkei, Italien und Katar unterstützen unterdessen die Regierung von al-Sarradsch.

Die Türkei will durch eine Militärintervention die Macht der libyschen al-Sarradsch-Regierung festigen. Durch den Militäreinsatz droht die Türkei außenpolitisch weiter isoliert zu werden. Der Türkei geht es gar nicht so sehr um den Konflikt in Libyen, sondern um die Gasvorkommen im libyschen Teil des Mittelmeers.

In Berlin wird am Sonntag eine Friedenskonferenz stattfinden. Darüber sprach Russlands Präsident Putin bereits mit Bundeskanzlerin Merkel telefonisch.

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