Iran: Proteste nach Flugzeug-Abschuss – Trump verspricht Demonstranten Unterstützung

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im Iran ist es am Sonntag erneut zu Protesten gegen die politische Führung gekommen. Hintergrund ist der Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs mit 176 Toten (wir berichteten). Die Menschen empören sich darüber, dass die iranische Regierung den Abschuss bestätigt hat, nach dem es tagelang hieß, ein technischer Defekt habe für den Absturz gesorgt. An Bord der Maschine befanden sich größtenteils iranische Bürger. Viele Iraner fühlen sich nach dem Abschuss des Passagierflugzeugs von der Führung betrogen, weil diese tagelang auf einen technischen Defekt als Absturzursache beharrte.

Wie genau es zu dem Abschuss kommen konnte und warum der Flugraum geöffnet war, während die Flugabwehr noch aktiv gewesen ist, blieb auch am Sonntag weiter unklar.

Hunderte Menschen gingen am Sonntag auf die Straße und demonstrierten in mehreren Städten. US-Präsident Trump warnte die iranische Führung die Proteste, wie in der Vergangenheit, mit Gewalt niederzuschlagen. Er sicherte den Demonstrierenden seine Unterstützung zu und teilte mit: „Die Welt schaut zu“.

Am Samstag war es bereits zu Demonstrationen gekommen. Die iranischen Revolutionsgarden gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen die Bürger vor. Am Rande der Proteste wurde am Samstag der britische Botschafter verhaftet.

Die Verhaftung des britischen Botschafters sorgt für Empörung in London und Brüssel. Ihm wird vorgeworfen sich an den Demonstrationen beteiligt zu haben. Die Regierung in London sprach am Sonntag von einer „ungeheuerlichen Verletzung internationalen Rechts“. Die Europäische Union äußerte sich besorgt und forderte die Einhaltung des internationalen Rechts.

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