Iran feuert Raketen auf zwei US-Stützpunkte – Trump gibt heute ein Statement ab

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Erstmals hat der Iran in der Nacht zu Mittwoch mindestens zwei US-Militärbasen im Irak angegriffen. Bei den beiden angegriffenen Stützpunkten handelt es sich um Ain al-Assad im Zentrum des Iraks und eine Basis in der nördlichen Stadt Erbil, auf der auch deutsche Soldaten stationiert sind. US-Präsident Trump hat für Mittwoch ein Statement zu den Angriffen angekündigt.

Der Beschuss wird international stark kritisiert. Der Iran selbst spricht von einer Vergeltungsmaßnahme für den Tod des höchsten iranischen Generals Soleimani durch US-Truppen im Irak, in der Nacht zu Freitag (wir berichteten). Die beiden angegriffenen Militärstützpunkte werden auch von europäischen Truppen genutzt. Bisher gibt es noch keinerlei Angaben über mögliche Tote oder Verletzte. US-Angaben und Angaben des Iraks zufolge gab es keine Opfer. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, dass rund 80 Menschen ums Leben kamen. Der Sender sprach von getöteten „amerikanischen Terroristen“. Der iranische Präsident Rouhani teilte am Mittwoch über Twitter mit, dass General Soleimani heldenhaft gegen Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS), Al-Kaida und Al-Nusra kämpfte. „Unsere finale Antwort auf die Tötung des Generals Soleimani wird alle US-Streitkräfte aus der Region werfen“, so Rouhani am Mittwochmittag.

Bei dem Angriff wurden 17 Kurzstreckenraketen abgefeuert, teilte der iranische Verteidigungsminister Hatami mit. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, bezeichnete den Angriff als einen„ Schlag ins Gesicht der USA“. Er betonte, dass die USA „ein Feind des Irans“ sei.

Die Europäische Union teilte in einer offiziellen Stellungnahme mit, dass die militärische Eskalation gestoppt werden muss. Deutschlands Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer verurteilte die Angriffe und sagte am Mittwoch, dass bei den iranischen Luftangriffen keine deutschen Soldaten zu Schaden kamen. Die Bundesregierung prüft nach den iranischen Angriffen eine Verlegung der im nordirakischen Erbil stationierten Bundeswehrsoldaten, zum Beispiel nach Jordanien oder Kuwait. Die Grünen forderten am Mittwochvormittag einen Komplettabzug der Bundeswehr aus Erbil.

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