Irak-Einsatz: Bundeswehr prüft schnellen Abzug – Anti-ISIS-Koalition kündigt Abzug an

Symbolfoto: © Gabi Eder | pixelio.de

Der Irak hat beschlossen, dass alle ausländischen Soldaten das Land verlassen sollen. Einem offiziellen Schreiben zufolge will die Anti-ISIS-Koalition ihre Truppen aus dem Irak abziehen. Die Bundeswehr bereitet sich demnach bereits auf ein schnelles und abruptes Ende der Ausbildungsmission im Irak vor. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte mit, dass bereits alle Möglichkeiten überprüft werden, um wenn es notwendig wird die Soldaten so schnell wie möglich nach Deutschland zurückzuholen. Aktuell verlassen die 120 Bundeswehr-Soldaten ihre Lager nicht. Die Ausbildungsmission ist ausgesetzt worden. Die Berater der Bundeswehr versuchen unterdessen den Irak zur Fortsetzung des Anti-IS-Einsatzes zu bewegen. Regierungssprecher Seibert stellte klar, dass die Bundeswehr nicht gegen den Willen des Iraks die Ausbildungsmission fortsetzen wird. Gleichzeitig wurde betont, dass ein Truppenabzug aus dem Irak nicht als zielführend betrachtet wird, weil die Terroristen des „Islamischen Staats“ noch nicht besiegt seien.

Das irakische Parament reagierte mit der Ausweisung der ausländischen Soldaten auf die Tötung des ranghöchsten iranischen Generals Soleimanis durch das US-Militär. Der Irak teilte mit, nicht Partei in einem Konflikt werden zu wollen bei dem das Land Schauplatz zur Begleichung von Rechnungen wird, hieß es.

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