Türkei: Parlament erlaubt Militärintervention in Libyen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

Das türkische Parlament hat am Freitag die Freigabe für eine Militärintervention in Libyen erteilt. Damit kann die Türkei ein Jahr lang Truppen in das Bürgerkriegsland Libyen entsenden, um dort den libyschen Machthaber zu unterstützen. Erdogan ist berechtigt die Entscheidungen zu treffen, wann und wieviele Truppen nach Libyen entsendet werden. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte am Donnerstag mit, dass bereits 300 syrische Kämpfer aus Türkisch beherrschtem Gebiet nach Libyen gebracht wurden und weitere ausgebildet werden. Unklar ist derzeit noch, wann der türkische Präsident türkische Truppen nach Libyen schicken wird. Der Türkei geht es gar nicht so sehr um den Konflikt in Libyen, sondern um die Gasvorkommen im Mittelmeer.

Die Türkei will durch eine Militärintervention die Macht der libyschen Einheitsregierung festigen. Durch den Militäreinsatz droht die Türkei außenpolitisch weiter isoliert zu werden. Die Bundesregierung plant für Ende Januar eine Friedenskonferenz für Libyen.

Seit dem Sturz des libyschen Machthabers Gaddafis, im Jahr 2011, herrscht in dem Land Chaos. Es gibt zwar eine international anerkannte Regierung unter Sarradsch, die jedoch innerhalb Libyens lediglich in der Hauptstadt Tripolis anerkannt wird. Auf Seiten der Rebellen kämpfen in Libyen derzeit die Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien. Es wird davon ausgegangen, dass es zu einem Stellvertreterkrieg kommt.

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