Nach Boeing 737-Max-Krise: Vorstandschef Muilenburg tritt zurück

Symbolfoto: © Joachim Reisig | pixelio.de

Das Jahr 2019 wird für Boeing als bislang schlimmstes Jahr in die Firmengeschichte eingehen. Das Debakel hat nun auch personelle Folgen. Boeing-Konzernchef Dennis Muilenberg kündigte am Montag an, dass er den Flugzeugbauer verlassen wird.

Der Flugzeughersteller steckt nach zwei Abstürzen in einer schweren Krise. Die Gerichtsanhörungen laufen. Einer der Zeugen ist der neue Chef der US-Luftfahrtbehörde, Stephan Dickson. Er sagte, dass bei dem Flugzeugtyp Boeing 737 Max die Sicherheit so hergestellt sein muss, dass auch er mit seiner Familie damit fliegen würde. Im März diesem Jahrs stürzte eine Boeing 737 Max der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines  ab. Dabei kamen 157 Menschen ums Leben. Zuvor ereignete sich bereits ein Absturz in Indonesien bei dem 189 Menschen starben. Die Ursache für die Abstürze ist, dass Sensoren falsche Daten lieferten und es zu Fehlern im automatischen Trimmsystem gekommen war. Boeing hatte die Produktion von 47 auf 52 Flugzeuge hochgefahren. Dadurch sind die Produktionsabläufe aus dem Ruder geraten.

Die Produktion der Boeing 737 Max wird ab Januar gestoppt – für wie lange, das lässt der Konzern offen. Die betroffenen 10.000 Mitarbeiter im Boeing-Werk im amerikanischen Renton sollen zunächst anderweitig weiter beschäftigt werden.

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