Ostsee-Gaspipeline nach Deutschland: USA verhängen Sanktionen

Symbolfoto: © Rudolph Duba | pixelio.de

US-Präsident hat ein Sanktionsgesetz gegen die Ostsee-Gaspipeline Nordstream 2 unterzeichnet. Der Wirtschaftskrieg spitzt sich damit weiter zu. Durch das neue Gesetz dürfen die USA Sanktionen gegen Firmen verhängen, die an dem Bau der Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland beteiligt sind. Der Bau ist schon fortgeschritten. Es wurden bereits Rohre mit einer Länge von 2.100 Kilometern verlegt. Bis zu Fertigstellung fehlen nur noch 300 Kilometer. Deutschland teilte mit, dass es keine Gegensanktionen geben wird. Vize-Kanzler Scholz sprach von einem „schweren Eingriff in die Souveränität Deutschlands und Europas“. Die USA warnen, dass sich Deutschland mit dem Bau der Gaspipleine durch die Ostsee in russische Abhängigkeit begibt.

Die USA wollen durch die Sanktionen, die beispielsweise gegen die am Bau beteiligten, hochspezialisierten Schiffe verhängt werden sollen, den Fertigbau verhindern. Der US-Präsident Trump sprach bereits davon, dass gegen die Personen, die Schiffe für das Bauprojekt zur Verfügung stellt, bestraft werden, beispielsweise mit Einreiseverboten. Außerdem drohte Trump die Existenz der Firma Allseas in den USA zu vernichten. Er sprach davon, dass der Besitz eingefroren wird, wenn an Nordstream 2 weitergebaut wird. Die US-Firma Allseas stellt ein Spezialschiff für das Verlegen der Rohre zur Verfügung. Das Unternehmen hat bereits angekündigt die Arbeiten an der Pipeline bis auf Weiteres zu stoppen.

Mit Hilfe von Nordstream 2 soll zukünftig mehr Gas von Russland nach Deutschland transportiert werden. Das Rohrsystem verläuft größtenteils unter Wasser durch die Ostsee und verbindet die russische Küste mit der deutschen.

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