Kopfschuss-Mord an Georgier in Berlin: Bundesregierung weist russische Diplomaten aus

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Bundeskanzlerin Merkel hatte im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Auftragsmord an einem 40-jährigen Georgier in Berlin zwei russische Diplomaten ausgewiesen. Damit reagiert die Bundesregierung darauf, dass russische Behörden nicht hinreichend bei der Aufklärung des Mordes mitgewirkt haben, teilte das Auswärtige Amt mit. Die beiden ausgewiesenen russischen Personen stehen im Zusammenhang mit dem Mord an einem Georgier im Sommer diesen Jahres. Der 40-Jährige war im Stadtteil Moabit, mitten im kleinen Tiergarten, mit einem Kopfschuss getötet worden (wir berichteten). Er soll im Tschetschenien-Krieg  an der Seite russischer Separatisten gekämpft haben. Der getötete 40-jährige Mann wurde von Russland als Terrorist eingestuft und verfolgt. Seit 2016 lebte er in Deutschland. Der mutmaßliche Täter ist ein russischer Staatsbürger. Er wurde kurz nach der Tat verhaftet und sitzt seit dem in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige hatte sich zunächst unter falschem Namen ausgewiesen. Inzwischen ist mehr über seine Identität bekannt und dass es sich bei ihm um einen russischen Ex-Polizisten handelt. Die Bundesanwaltschaft sieht Hinweise dafür, dass der Mord im Auftrag staatlicher Stellen der Russischen Föderation oder der Autonomen Tschetschenischen Republik erfolgte. Die russische Regierung kritisierte die Ausweisung der Diplomaten als unfreundlichen und unbegründeten Akt. Der russische Außenminister teilte mit, dass eine Reaktion auf die Ausweitung nicht lange auf sich warten lassen wird. Russland bezeichnete die Vorwürfe als absurd.

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