Tod im ICE bei Hannover: Gaffer behindern Ersthelfer bei Reanimation

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

Am Sonntag kam es zu einem tragischen Zwischenfall im ICE 881, auf dem Weg von Hamburg-Altona nach München. Ein 62-jähriger Fahrgast aus Österreich erlitt kurz nach der Abfahrt vom Hauptbahnhof in Hannover einen Herzinfarkt. Die eingeleiteten Reanimationsversuche wurden durch Gaffer und ungeduldige Fahrgäste behindert. Der ICE leitete eine Notbremsung ein. Der Lokführer bat mehrmals per Lautsprecherdurchsage um die Hilfe von anwesenden Ärzten. Reanmiationsversuche von Mitreisenden und einem anwesenden Arzt blieben erfolglos. Ein verständigter Notarzt versuchte weitere 20 Minuten lang das Leben des 62-Jährigen zu retten. Er verstarb jedoch noch vor Ort. Zwei Zugbegleiter, die bei der Reanimation geholfen hatten, benötigen anschließend psychologische Betreuung und mussten ausgewechselt werden, sodass der Zugführer einen Teil der Fahrt alleine fortsetzen musste.

Nach dem der ICE seine Fahrt fortsetzte forderte der Zugführer die Fahrgäste per erneuter Lautsprecherdurchsage zu einer Schweigeminute auf. Diese wurde eingehalten. Ein Fahrgast sagte, dass es im Zug mucksmäuschenstill war.

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