Seenotrettung im Mittelmeer: Alan Kurdi darf nach 14 Tagen auf See mit 88 Schutzsuchenden in Italien anlegen

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Zwei Wochen lang harrten 88 Menschen auf dem deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ aus. Am Samstag durfte das Schiff, der Hilfsorganisation Sea-Eye, in Italien anlegen. Deutschland, Frankreich, Portugal und Irland haben sich zu ihrer Aufnahme von Geflüchteten bereit erklärt. Das Schiff hatte die Schutzsuchenden aus dem Mittelmeer aufgenommen und war dabei von Einsatzkräften aus Libyen bedroht worden. Während der laufenden Seenotrettung hatten libysche Sicherheitskräfte Schüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben. Im Anschluss daran ankerte das Schiff tagelang vor Lampedusa. Am Freitagmorgen entschied sich die Besatzung schließlich in italienische Hoheitsgewässer einzulaufen. Die Besatzung begründete das mit der angespannten Situation an Bord und damit, dass die Nahrungsvorräte zur Neige gingen.

Die Aufnahme von Geflüchteten sorgt innerhalb von Europa seit Längerem für Streit. Ende September einigten sich die Innenminister von Deutschland, Frankreich, Italien und Malta darauf, dass die aus Seenot geretteten Schutzsuchenden innerhalb von vier Wochen auf die teilnehmenden EU-Länder verteilt werden.

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