Nach Ausschreitungen in Flüchtlingscamp auf Malta: Freiwillige haben Versorgung übernommen

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

Nach gewaltsamen Ausschreitungen im Flüchtlingscamp auf Malta am 20. Oktober sehen sich die Mitarbeiter nicht in der Lage die Essensausgabe zu organisieren. Das Verwaltungsgebäude wurde bei den Ausschreitungen schwere beschädigt und die Elektrizität funktioniert nur noch eingeschränkt. Zwei Mitarbeiter erlitten einen Schock und sind seit den Vorfällen krankgeschrieben. Die Schutzsuchenden sind nun mit ihrem Tagessatz von 4,66 Euro darauf angewiesen sich selbst zu versorgen. Dazu verdienen dürfen sie nichts, da sie keinen Job annehmen dürfen. Schutzsuchende, deren Papiere bei den Ausschreitungen verbrannt sind, erhalten keinen Zugang mehr zu dem Camp. Wie die Betroffenen nun schlafen ist unklar. Eine Spezialeinheit der Polizei hatte am Montag das Flüchtlingscamp gestürmt und mehrere Menschen verhaftet. Gegen 90 Personen sind Ermittlungen eingeleitet worden.

Nun haben Freiwillige die Versorgung der Schutzsuchenden auf Malta übernommen. Unter anderem kocht die Crew des Seenotrettungschiffes „Lifeline“. Weitere Menschen unterstützen die Essensversorgung der Menschen in dem betroffenen Camp.

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